Oldenburger Kinder-Reimtest: Erstes Produkt des "Hörstandortes Oldenburg" hilft schwerhörigen Kindern
Am Montag, den 18. Dezember, gibt es einen Grund zur Freude beim Oldenburger Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte, einem der bundesweit größten und modernsten Schulzentrum für hörgeschädigte Kinder und Jugendliche: Dem Direktor des Landesbildungszentrums, Herrn Oberstudiendirektor Manfred Isstas wird eine Version des Oldenburger Kinder-Reimtest (olki) vom Hörzentrum Oldenburg durch Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier (Leiter der Arbeitsgruppe "Medizinische Physik", Uni Oldenburg, und zugleich Wissenschaftlicher Leiter des Hörzentrums Oldenburg) und Herrn Albani (Geschäftsführer des Hörzentrums Oldenburg) überreicht.
Dieses erste Produkt des Hörzentrums Oldenburg stellt das Ergebnis jahrelanger Arbeiten dar, die an der Universität Oldenburg in Zusammenarbeit mit dem Landesbildungszentrum (Herrn Achtzehn, mittlerweile Leiter des Landesbildungszentrum Braunschweig) durchgeführt wurden. Die Umsetzung in ein vertriebsfähiges Produkt erfolgte im Hörzentrum Oldenburg (An-Institut der Universität Oldenburg).
Bereits nach kurzer Zeit wurde dieses moderne Messverfahren in der Audiologie, mit welchem das Sprachverstehen schwerhöriger Kinder besser als mit den bisher verfügbaren Methoden bestimmt werden kann, vom Markt angenommen. Mit diesem Verfahren werden wichtige Informationen für Pädaudiologen, HNO-Ärzten oder Hörgeräteakustikern gewonnen, wobei die teilnehmenden Kinder insbesondere durch das spezielle Design des Tests sogar Spaß an den Messungen haben.
Nicht zuletzt derartig fruchtbare Zusammenarbeiten der am Hör-Standort Oldenburg kooperierenden Institutionen haben das Kompetenzzentrum "HörTech" ermöglicht, welches als Bundessieger eines Medizintechnik-Förderwettbewerbs am 14. Februar des kommenden Jahres mit 7,5 Mio. DM Finanzmitteln des Bundes-Forschungsministerium gegründet wird (NWZ berichtete im April 2000).
Oldenburg, den 17.12.2000