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Ostfriesland/Emsland/Oldenburg [<< voriger] [nächster >>]

Uni beteiligt sich an Kapitalgesellschaft

Gestern vertragsunterzeichnung in Oldenburg

OLDENBURG. Zum ersten Mal beteiligt sich die Universität Oldenburg an einer Kapitalgesellschaft, um sich in einem wichtigen Bereich ihrer Forschung, der Hörforschung, besser zu positionieren: Gestern unterzeichneten der Kanzler der Universität, Günter Scholz, und das Vorstandsmitglied des Evangelischen Krankenhauses Oldenburg, Thomas Kempe, als Gesellschafter des Hörzentrum Oldenburg die Urkunde zur Gründung des gemeinsamen Kompetenzzentrums HörTech als gemeinnützige GmbH.

In die neue Gesellschaft werden 7,5 Millionen Mark Fördergelder fließen, die von Oldenburger Hörforschern unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier im Rahmen eines Wettbewerbes beim Bundesministerium für Bildung und Forschung eingeworben wurden. Mit diesen Geldern soll nach eigenen Angaben u .a. ein neues HiFi-Hörgerät entwickelt werden, das immer mehr den Leistungen des menschlichen Ohrs entspricht.

Kanzler Scholz betonte, mit der Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft schlage die Universität Oldenburg ein neues Kapitel in ihrer Geschichte auf. Wörtlich sagte er: "Wir machen damit deutlich, dass wir eng mit der Wirtschaft zusammenarbeiten wollen im Interesse der weiteren Entwicklung der Region."

Die vorhandene Kompetenz des HNO-Zentrums des Evangelischen Krankenhauses im stationären und ambulanten Bereich werde durch die enge Zusammenarbeit mit dem Hörzentrum und der HörTech weiter ausgebaut, erklärte für die Klinik Thomas Kempe. In der Praxis erfolge ein Wissenstransfer, der in die tägliche Klinikarbeit Eingang finde und Innovationen fördere. Damit könnten bereits frühzeitig Trends und Entwicklungen zugunsten der Behandlung von Patienten umgesetzt werden.


©2001 ga-online Verlagsgruppe General-Anzeiger, 604 Zugriffe auf diesen Artikel